Posted by on Mrz 17, 2017 in Gesunde News | Keine Kommentare

Eine neue Studie aus den USA weist darauf hin, dass Optimismus sich direkt auf unsere biologischen Systeme auswirkt. Das positive Denken beeinflusst demnach körperliche Prozesse und trägt so zu einer längeren Lebens-erwartung bei. Untersucht wurde darin die Gesundheitsentwicklung von 70.000 Frauen im Zeitraum von 2004 bis 2012.

 

Optimisten leben länger

In der Harvard-Studie mit weiblichen Krankenpflegern ergab sich für Frauen mit einer optimistischen Lebenseinstellung (d. h. einer allgemeine Erwartung, das sich alles zum Guten wendet) ein geringeres Risiko an einer schwerwiegenden Krankheit zu sterben. Egal ob es sich um Krebs, einen Schlaganfall oder andere schwere Krankheiten handelte, lag die vorzeitige Sterblichkeit von Optimistinnen während der achtjährigen Studiendauer um fast ein Drittel niedriger als bei weniger optimistischen Frauen. Eine positive Lebenseinstellung ermöglicht offenbar nicht nur ein leichteres, sondern auch ein längeres Leben.

Während die Studienautoren im American Journal of Epidemiology berichten, dass die Gefahr an Krebs zu erkranken immerhin um 16 Prozent geringer war, liegt das Risiko in Bezug auf Herzkrankheiten, Schlaganfall und Atemwegserkrankungen sogar um 38 Prozent niedriger. Die Gefahr, an einer Infektion zu sterben, lag sogar um 52 Prozent niedriger als bei Pessimistinnen.

 

Positives Denken kann man lernen

Die Studie ist damit ein weiterer Beleg, dass es im Bereich der Gesundheit nicht nur darauf ankommt, spezifische Risikofaktoren für Krankheiten zu verringern, sondern auch die psychische Widerstandkraft entscheidend ist. Ganz im Sinne der bisherigen Forschung zu Resilienz spielt dabei eine optimistische Grundhaltung eine zentrale Rolle und sollte gefördert werden. Denn eine positive Einstellung kann man sich aneignen und alte, negative Denkmuster bewusst ablegen. Dazu können Achtsamkeitsübungen, Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie oder z. B. schon die einfache Maßnahme, sich hinzusetzen und sich über die bestmögliche Entwicklung verschiedener Lebensbereiche (etwa Karriere oder Beziehungen) Gedanken und Notizen zu machen, beitragen.

 

Positives Denken ist gesund

Interessant an den neuen Ergebnissen ist auch, dass die Verbindung zwischen Optimismus und verringertem Mortalitätsrisiko nur zum Teil über gesundheits-förderliche Verhaltensweisen erklärt werden kann. Zwar zeigten schon frühere Studien, dass eine optimistische Einschätzung der eigenen Handlungsmöglich-keiten angesichts eines Risikos, auch zu mehr gesundheitsförderlichen Handlungen führen. Mit der vorliegenden Studie kommt als alternative Erklärung, wie Optimismus die Gesundheit fördert, aber auch ein direkter Einfluss auf körperliche Prozesse in Betracht.

 

Sprechen Sie uns an, im Rahmen unserer interdisziplinären Vorsorgeuntersuchung kann auf Wunsch durch wissenschaftlich fundierte Fragebogenverfahren erhoben werden, wie gesundheitsförderlich Ihr Denkstil ist.

 

Quelle im Internet: https://www.hsph.harvard.edu/news/press-releases/optimism-premature-death-women/