Posted by on Mrz 16, 2017 in Gesunde News | Keine Kommentare

Darmkrebsmonat März 2017

Haben Sie es bemerkt? Die Darmkrebsvorsorge steht in diesem Monat unter dem Motto „Ausreden können tödlich sein!“ im Fokus. Seit 15 Jahren organisieren die Felix Burda Stiftung, die Stiftung LebensBlicke und das Netzwerk gegen Darmkrebs den jährlichen Darmkrebsmonat als Aufklärungskampagne.

Darmkrebs zählt in Deutschland bei Frauen immer noch zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen – nach Lungenkrebs und Brustkrebs. Bei Männern steht der Darmkrebs sogar an zweiter Stelle, nach Lungenkrebs und vor Prostatakrebs (Quelle: Krebs in Deutschland 2011/2012, Robert Koch-Institut).

Aber: Früh erkannt, ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar. Um bereits die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern, müssen Vorstufen möglichst frühzeitig mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) erkannt und behandelt werden. Die Vorsorgeuntersuchung kann durch eine Kurzschlafspritze bequem verschlafen werden. Was hält Sie also bis jetzt davon ab?

  • Ich habe keine Probleme mit dem Darm.
  • Ist für mich persönlich nicht notwendig.
  • Habe keine Zeit.

Finden Sie Ihre Ausrede wieder? Diese und ähnliche Gründe werden in Befragungen (z. B. GEDA 2010) häufig genannt, um sich nicht akut mit dem Thema befassen zu müssen. Beim Thema Darmkrebs eine fatale Entscheidung, denn je früher ein möglicher Darmkrebs erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.

Selbst vorsichtige Schätzungen belegen die Erfolge seit Einführung der gesetzlichen Vorsorgedarmspiegelung im Oktober 2002: Bei rund 6 Millionen Versicherten konnten durch ihre Teilnahme 200.000 Neuerkrankungen und 90.000 Todesfälle verhindert werden (Quellen: Prof. Herrmann Brenner, Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ, 2014 und Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland ZI, 2012).

Wer ist besonders betroffen?

Ab einem Alter von 50 Jahren steigt das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken deutlich an. Aber auch in jüngeren Jahren, vor allem bei familiär erhöhtem Risiko, kann der Krebs häufiger auftreten. Bereits bei einem Fall von Darmkrebs in der Familie verdoppelt bis verdreifacht sich das Erkrankungsrisiko aller direkt Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) ebenfalls. Menschen mit einem familiären Risiko erkranken aber nicht nur häufiger, sondern auch oft wesentlich früher an Darmkrebs. Für Betroffene gelten also andere Empfehlungen als für Patienten ohne familiäre Belastung: Sie sollten deutlich früher zur Vorsorge gehen. Die wissenschaftliche Leitlinie empfiehlt die erste Vorsorgeuntersuchung 10 Jahre vor dem Diagnosealter des jüngsten an Darmkrebs erkrankten Familienmitglieds, spätestens aber mit 40 bis 45 Jahren. Leider besteht der gesetzliche Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchung erst ab 50 Jahren (Test auf verstecktes Blut im Stuhl) bzw. 55 Jahren (Vorsorgekoloskopie). Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt die richtige Vorsorge.

Was kann ich tun?

  • Online Schnelltest: Der anonyme Test erstellt in nur 2 Minuten ein persönliches Risikoprofil für Darmkrebs. http://www.schnell-check-darmkrebs.de/
  • Gesetzliche Darmkrebsvorsorge: Spätestens ab 50 Jahren wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein Stuhltest und ab 55 Jahren eine jährliche Vorsorge-Koloskopie übernommen.
  • Erledigen Sie die Darmkrebsvorsorge zusammen mit einem umfassenden Gesundheitscheck: Neben der Darmkrebsvorsorge kann eine interdisziplinäre Vorsorgeuntersuchung auch gleich die Herz-Kreislaufvorsorge und v. a. bei Männern die urologische Vorsorge einschließen.
  • APPzumArzt: Der kostenlose Gesundheitsbutler für das Smartphone hilft, alle Präventionsmöglichkeiten der gesetzlichen Krankenkassen für die gesamte Familie zu managen. http://www.appzumarzt.de/
  • Oder sprechen Sie uns an!